Ausbildung und Beruf
Schule und Zivildienst:
Nach meinem Abitur am Goethe-Gymnasium in Bad Ems im Frühjahr 2002 absolvierte ich meinen zehnmonatigen Zivildienst im Verwaltungsbereich der ehemaligen Lahntalklinik (LVA) in Nassau. Dort merkte ich schnell, wie sehr mir organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben liegen.
Parallel dazu berichtete ich für die Rhein-Lahn-Zeitung als Sportberichterstatter über Fußballspiele im Kreisgebiet – so entdeckte ich nicht nur meine Freude am Schreiben, sondern konnte mir auch mein erstes Auto finanzieren.
Duales Studium und erste berufliche Stationen:
Mein Weg führte mich schließlich nach Koblenz, wo ich 2003 ein duales Verwaltungsstudium bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) begann.
Der theoretische Teil des Studiums fand in Mayen an der damaligen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung statt – ein Ort, der auch später wieder eine wichtige Rolle in meinem Berufsleben spielen sollte. 2006 schloss ich das Studium nach erfolgreicher Laufbahnprüfung als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab.
Im Anschluss wechselte ich zum Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) in Koblenz und arbeitete dort zwei Jahre als Personalsachbearbeiter und Fortbildungskoordinator. Trotz spannender Aufgaben zog es mich aber wieder zurück in meinen Heimatkreis, in dem ich schon immer mit ganzem Herzen stark verwurzelt war.
Rückkehr in den Rhein-Lahn-Kreis:
Bei der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems übernahm ich unter Landrat Günter Kern die anspruchsvolle Tätigkeit im Sitzungsmanagement. Die enge Zusammenarbeit mit kommunalen Gremien und Mandatsträgern faszinierte mich – Kommunalrecht, Verwaltungsstrukturen und das Engagement vieler Ehrenamtlicher lernte ich hier von Grund auf kennen. Diese Nähe zur kommunalen Praxis prägte meinen weiteren beruflichen Weg und weckte in mir zugleich auch den Wunsch, selbst aktiv mitzubestimmen und mich für meine Heimat einzusetzen.
2014 übernahm ich eine Stelle im Personalmanagement, zu der u. a. auch die Ausbildungskoordination der Kreisverwaltung gehörte – eine wichtige Aufgabe, die mir besonders am Herzen lag. Gleichzeitig sammelte ich als Mitglied des Katastrophenschutzstabes aber auch wertvolle Erfahrung im Krisenmanagement. Über meine parallele Tätigkeit im Prüfungsausschuss der Verwaltungsfachangestellten ergaben sich schließlich Kontakte zur Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV) – der Beginn eines neuen Kapitels.
Hochschultätigkeit und fachliche Schwerpunkte:
Seit 2019 bin ich hauptamtlicher Dozent an der Hochschule für öffentliche Verwaltung (HöV) und der Zentralen Verwaltungsschule (ZVS) Rheinland-Pfalz in Mayen. Dort lehre bzw. unterrichte ich Kommunalverfassungsrecht und Öffentliches Dienstrecht – zwei Bereiche, in denen ich meine praktischen Verwaltungserfahrungen ideal mit den theoretischen Grundlagen verbinden kann. Als Modulverantwortlicher begleite ich zudem jedes Jahr die neuen Studierenden beim Einstieg in ihr Studium.
Daneben engagiere ich mich weiterhin als Mitglied des Prüfungsausschusses für Verwaltungsfachangestellte sowie als Dozent am Kommunalen Studieninstitut (KSI) in Koblenz.
Darüber hinaus bin ich außerdem seit mehreren Jahren als Fachreferent bei der Kommunalakademie Rheinland-Pfalz tätig. Hier werde ich regelmäßig von Behörden als Fachexperte für spezielle Verwaltungsthemen gebucht – so bspw. im Bereich der Schulung von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern oder zuletzt im Rahmen der Einführung des neuen Beurteilungssystems für rheinland-pfälzische Beamtinnen und Beamte.
Besonders freue ich mich über die Möglichkeit, mein Wissen auch schriftlich weiterzugeben: Seit 2020 bin ich Mitautor des Fachbuchs „Kommunalverfassungsrecht Rheinland-Pfalz“, dessen zweite Auflage 2025 erschienen ist und inzwischen als Standardwerk in der rheinland-pfälzischen Lehre und Praxis gilt. Ende 2025 folgte die Veröffentlichung meines ersten beamtenrechtlichen Fachbeitrags in der renommierten „DVP-Zeitschrift“ (Maximilian Verlag).